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Mittwoch, 27. Juli 2011

24. Etappe: Luz-St-Sauveur - Barèges

-== ZUM INHALT ==-

Mittwoch, 27.07.2011

24. Etappe Gesamt, 2. Etappe 2011

Distanz: 10,2 Km - Aufstieg: 1169 m - Abstieg: 661 m
Dauer*: 05:00 Std. (10:00 - 15:00 Uhr)
Übernachtung: Gîte/Réfuge

*inkl. Pausen


Wasser
Diesmal habe ich mir gegönnt, bis 8 Uhr zu schlafen. Der Wecker hat zwar bereits um 7 Uhr begonnen, mir sein Ständchen zu singen, aber es nieselte noch immer leicht, deshalb war ich nicht sonderlich motiviert, aus den Kissen zu kriechen. Ich merke fehlende Routine hauptsächlich daran, dass ich zum fertig werden viel zu lange brauche. Geschlagene 2 Stunden habe ich diesmal gebraucht, um 10 Uhr ging es los.
Diese Etappe habe ich zwar im vergangenen Jahr bereits überwunden, aber was soll's? An den Anstieg gleich hinter Luz habe ich noch lebhafte Erinnerungen. Es war zu vermuten, dass er seitdem nicht leichter geworden ist. Am Anfang noch ganz angenehm entlang eines (diesmal ziemlich viel Wasser führenden) Baches, später durch Wald, aber konstant steil bergan. Der Wald wurde irgendwann verlassen, die Landschaft änderte sich dann in, wie Romantiker sagen würden, mit blühendem Heidekraut bewachsene Hänge. Ich bin keiner, wenn es um mein Wohlbefinden geht. Die Luft war warm und feucht, das Gewächs stachelig und überall flatterte nach meinem Blut geierndes Viehzeugs und hat versucht, auf mir zu landen. Der Weg war eng und man konnte höheren Gewächsen links und rechts kaum ausweichen. Bin ich mal 2 Sekunden stehengeblieben, um kurz zu verschnaufen, stand ich gleich in einer dichten Wolke aus Motten, Mücken, Fliegen und weiterem Flattervieh.
Kraut
Was war ich froh, als ich den Anstieg geschafft hatte und sich die Landschaft wieder in einen Wald wandelte. Ab hier ging es wieder bergab, schön schattig und Insektenfrei. Zumindest waren keine spürbar. Auf einer von Felsstürzen und/oder Sturm geschlagenen Lichtung gab es enorm viele Himbeersträucher. Auch einige Walderdbeeren fanden sich dazwischen. Sehr lecker. Ausserdem gab es umgestürzte Bäume, die quer über dem Weg lagen. Beim Versuch, den ersten seiner Art zu unterqueren, musste ich tatsächlich den Rucksack ausziehen, sonst wäre ich in meiner Zwangslage hängengeblieben.
Wald
Lichtung
Lichtung
Der Wald war schnell verlassen und die Landschaft öffnete sich. Es ging über einen weiteren, ziemlich vollen Bach und später wieder in einen Wald. Ich mag diesen Wald. Er liegt am Hang, es geht bergab, die Wege sind weich und breit, der Duft ist unvergleichbar, es ist kühl und nach den vorangegangenen Strapazen ist er eine echte Erholung. Hin und wieder quert ein Bach den Weg und man erkennt, wie wichtig die Bäume für den darunterliegenden Ort Barèges sind. Es macht den Anschein, als bestünde der gesamte Hang aus Felsen, die nur darauf warten, dass der Baum, der sie vom herabstürzen abhält, vermodert.
Hütte
Bach
Waldweg am Hang
Waldweg am Hang
In Barèges angekommen, habe ich mich gleich ins unmittelbar am GR10 liegende "Centre Hospitalet de Barèges" begeben. Für jeden Wanderer in der Gegend ein absolutes Muss. Beim gemeinsamen Abendessen habe ich mich mit den anderen Urlaubern unterhalten, die ebenfalls für Wanderungen in der Umgebung hier sind und das Centre Hospitalet als Basis für ihre Tagesausflüge nehmen.
Centre Hospitalet de Barèges
Centre Hospitalet de Barèges
Centre Hospitalet de Barèges
Als ich vom Abendessen (Gemüsesuppe, Moussakka, Pudding, Wein) zurückgekommen bin, hatte ich Zuwachs auf dem 10-Bett-Zimmer: 3 Weitere GR10-Wanderer. Aurélie, Matthieu und Ulrich, alle aus Poitiers. Sie haben eine mehrtägige Tour bis Vielle-Aure geplant, auf sie komme ich in späteren Beiträgen noch zurück.
Zwar wurde in der Herberge abends noch Programm geboten, für mich war das aber zu spät, weil die anstehende Etappe wirklich lang werden würde. Deshalb war an dieser Stelle um 21:30 Feierabend.
Wegpunkte:

Etappenorte

Barèges, Centre Hospitalet, 1253 m (42°53'48.14"N, 0° 4'0.58"E)


Gîtes/Refuges

Centre Hospitalet de Barèges, 1253 m (42°53'48.14"N, 0° 4'0.58"E)


Markante Orte

Canal d'Irrigation, 1090 m (42°52'13.09"N, 0° 0'14.56"E)


Ortschaften

Luz-St-Sauveur (42°52'24.75"N, 0° 0'10.33"W)
Villenave (42°52'9.49"N, 0° 0'11.22"E)
Barèges, 1240 m (42°53'47.55"N, 0° 3'52.24"E)


Pässe

Couret d'Ousset, 1322 m (42°52'7.69"N, 0° 1'3.18"E)


Verfasst: 29.07.2011; Überarbeitet: 29.03.2012

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Dienstag, 26. Juli 2011

21. Etappe (Abk.): Cauterets - Luz-St-Sauveur

-== ZUM INHALT ==-

Dienstag, 26.07.2011

21. Etappe Gesamt, 1. Etappe 2011

Distanz: 20 Km - Aufstieg: 1426 m - Abstieg: 1578 m
Dauer*: 08:45 Std. (07:15 - 16:00 Uhr)
Übernachtung: Camping

*inkl. Pausen


Schild Col de Riou
So ging es also los. Ich habe dem Wecker zu meinem Erstaunen tatsächlich um 6 Uhr nachgegeben, obwohl ich nachts von Mücken terrorisiert wurde. Drei Stiche ins Gesicht; zwei unters rechte Auge und eins ins rechte Ohr. Ich sah aus wie ein schlechter Boxer, der nach langem Widerstand doch noch in der 12. Runde durch KO verloren hat. Das Drecksvieh hat seinen Inhalt anschliessend über meine Handflächen verteilt.
Nach wie vor Regen (Bindfäden). Die erstandene Regenhose sollte mir tatsächlich treue Dienste leisten. Mehrere Kg zusätzliches Gewicht, da das Zelt siffenass eingepackt werden musste.
Regen
Zu Beginn der Etappe, auf dem ersten Anstieg, konnte ich mein Glück noch kaum fassen, dass es "nur" nass war. Dann kam ich zu einem Wegabschnitt, der es auf den ersten Blick zwar nicht herzugeben schien, aber doch tatsächlich dazu genutzt wurde, eine Viehherde auf den Berg zu treiben. Also war es nicht mehr nur nass, sondern auch schlammig und schmierig. An sich war der Regen überhaupt keiner. Eher "landende Wolken". Ganz feiner, tröpfchenförmiger Nebel, der erst zu Regen wurde, wenn er von den Bäumen tropfte. Das Wasser hat sich wirklich überall festgesetzt.
Regen
Auf dem Col de Riou angekommen, habe ich ein bisschen was gegessen und mich zurückgelehnt. Trotz weiter andauerndem Regen bin ich, in meine Ganzkörper-Regenhülle eingewickelt, tatsächlich ein bisschen weggenickt. Als ich wieder wach wurde, glotzte mich auf einmal eine Kuhherde an. Ich habe nicht schlecht zurückgeglotzt und habe mich dann für den Aufbruch entschieden.
Kühe Col de Riou
Der Weg bergab Richtung Luz lag weiterhin in dichten Wolken, die aber immer weniger Regen abwarfen. Über Jahrhunderte alte Wege, vorbei an der Strasse, die die Tour de France in diesem Jahr als Bergankunft in Luz-Ardiden genommen hat, durch die wirklich schönen Ortschaften Grust und Sazos bergab nach Luz-St-Sauveur.
Luz Ardiden
Luz ArdidenLuz Ardiden
GrustGrust
Dort habe ich wieder auf dem Campingplatz "Les Cascades" eingecheckt. Wie im letzten Jahr. Ein bisschen konnten die Klamotten trocknen, weil die Sonne, bevor sie untergegangen ist, sich tatsächlich nochmal hat blicken lassen.
Zelt Luz-St-Sauveur
Wegpunkte:

Campingplätze

Camping "Les Cascades", Luz-St-Sauveur, 720 m (42°52'10.98"N, 0° 0'8.99"W)


Etappenorte

Cauterets, 902 m (42°53'20.59"N, 0° 6'51.29"W)
Luz-St-Sauveur, Camping "Les Cascades", 548 m (42°52'10.98"N, 0° 0'8.99"W)


Markante Orte

Chalet de la Reine Hortense, 1211 m (42°53'49.40"N, 0° 6'7.04"W)


Ortschaften

Grust, 975 m (42°53'17.90"N, 0° 1'55.06"W)
Sazos (42°53'1.63"N, 0° 1'27.35"W)


Pässe

Col de Riou, 1949 m (42°53'46.88"N, 0° 4'14.82"W)


Verfasst: 29.07.2011; Überarbeitet: 04.04.2012

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Mittwoch, 25. Mai 2011

Kapitel 3: GR10 2011

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'Edit 03.04.2012

HIER geht es zu einer vollständigen Etappenübersicht von Hendaye bis Banyuls

'Edit Ende
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Die Weichen sind gestellt. Die Anreise ist für die Nacht vom 24. auf den 25.07. gebucht. Per Thalys von Köln nach Paris, mit dem TGV über Nacht nach Lourdes und mit dem Bus weiter nach Cauterets. Ich war zwar schon zwei Mal in Cauterets, bin aber noch nie direkt angereist. Ein Fortschritt :)

Ursprüngliche, aber bereits verworfene Planung war, einige Besonderheiten auf dem Bogen von Cauterets über Gavarnie nach Luz-Saint-Sauveur nachzuholen, die ich im vergangenen Jahr habe ausfallen lassen. Dazu gehören die Besteigung des Petit Vignemale (3032 m), der Aufstieg durch den Cirque de Gavarnie zur Brèche de Roland, eine Übernachtung in der Refuge de la Brèche sowie - wenn auch widerwillig - die Vollendung der Etappe von Gavarnie nach Luz-Saint-Sauveur. Vergangenes Jahr habe ich mich vom Campingplatz Saint-Bazerque aus mit dem Auto nach Luz mitnehmen lassen. Das hätte ich nicht getan, wenn der Campingplatz geöffnet gewesen wäre.

Hätte ich mich an diese Planung gehalten, wären die eingeplanten drei Wochen Urlaub entweder zu viel oder zu wenig gewesen. Die Strecke Cauterets - Luz habe ich wegen der zusätzlichen Strecken auf sechs Etappen aufgeteilt (Cauterets -> Refuge des Oulettes de Gaube (unterhalb des Vignemale) -> Petit Vignemale (Refuge Baysselance) -> Gavarnie -> Brèche de Roland -> Gîte de Saugué -> Luz). Nach insgesamt 14 Tagen wäre ich in Bagnères-de-Luchon angelangt. Nur dort gibt es eine Bahnverbindung, zwei Etappen weiter in Fos immerhin eine Busverbindung zu einer Bahnstrecke für die Heimreise. Danach sind es fünf Tage ohne nennenswerte Straßenanbindung. Um nach der Enttäuschung im letzten Jahr ein wenig Strecke zurückzulegen, habe ich mich dazu entschlossen, den Bogen für eine Highlights-Tour irgendwann in späteren Jahren aufzuheben.

Stattdessen nehme ich diesmal die "Abkürzung" von Cauterets nach Luz-Saint-Sauveur. Mich tröstet, dass es sich hierbei immerhin um eine "offizielle" Variante des GR10 handelt. Die Planung im Überblick:

24.07. - Anreise
25.07. - Morgens Ankunft in Cauterets. Einkaufen, mentale Vorbereitung, früh schlafen gehen.
26.07. - 1. Etappe: Cauterets - Luz-Saint-Sauveur
27.07. - 2. Etappe: Luz-Saint-Sauveur - Barèges
28.07. - 3. Etappe: Barèges - Lac de l'Oule
29.07. - 4. Etappe: Lac de l'Oule - Vielle-Aure
30.07. - 5. Etappe: Vielle-Aure - Germ
31.07. - 6. Etappe: Germ - Lac d'Oô
01.08. - 7. Etappe: Lac d'Oô - Bagnères-de-Luchon
02.08. - 8. Etappe: Bagnères-de-Luchon - Cabane d'Artigue
03.08. - 9. Etappe: Cabane d'Artigue - Fos
04.08. - 10. Etappe: Fos - Etang d'Arraing
05.08. - 11. Etappe: Etang d'Arraing - Eylie
06.08. - 12. Etappe: Eylie - Cabane du Trapech du Milieu
07.08. - 13. Etappe: Cabane du Trapech du Milieu - Cabane d'Eliet
08.08. - 14. Etappe: Cabane d'Eliet - Aunac
09.08. - 15. Etappe: Aunac - Rouze d'Ustou
10.08. - 16. Etappe: Rouze d'Ustou - Aulus-les-Bains

Die Rückfahrt setze ich für den 13.08. an. Die Etappenplanung ist noch nicht vollendet.

Montag, 28. Juni 2010

Pause, Transfer: Barèges - Bagnères-de-Luchon

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Sonntag, 27.06.2010

Pause, Transfer: Barèges - Bagnères-de-Luchon

Distanz: 148,4 Km -

Übernachtung: Hotel



Bareges (Pausentag - 27.06.2010)

"Am Sonntag sollst Du ruh`n." - Okidoki :-)

Habe ein paar Meter Richtung Tourmalet gemacht (die Tour de France-Fans werden ihn kennen) und am Nachmittag das Deutschlandspiel geguckt. Ansonsten: Ausruestung pflegen, Urlaub machen. Mit ein paar Iren (Peter und Bryan, beide ebenfalls 27), die Gitarre und Banjo dabeihatten, Musik gemacht, konnte auch selbst meine Gitarrenkuenste trainieren.

Bareges -> Bagneres de Luchon (Transfer - 28.06.2010)

Morgens mit den beiden den Bus genommen, zunaechst nach Luz, mit dem naechsten Bus weiter nach Lourdes. Dort den Anschluss verpasst, weil die Schlange am Ticketschalter zu lang war. Also mit einer spaeteren Verbindung weiter nach Bagneres de Luchon, Ankunft 19:30. Aufgrund der spaeten Ankunft Uebernachtung im Hotel… mist.
Wegpunkte:

Ortschaften

Barèges, 1240 m (42°53'40.24"N, 0° 3'26.92"E)
Bagnères-de-Luchon (42°47'28.33"N, 0°35'28.28"E)


Verfasst: 04.07.2010; Überarbeitet: 29.03.2012

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Samstag, 26. Juni 2010

24. Etappe: Luz-St-Sauveur - Barèges

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Samstag, 26.06.2010

24. Etappe Gesamt, 5. Etappe 2010

Distanz: 11,6 Km - Aufstieg: 1192 m - Abstieg: 672 m
Dauer*: 05:00 Std. (10:30 - 15:30 Uhr)
Übernachtung: Camping

*inkl. Pausen


5. Etappe - Luz-St-Sauveur -> Bareges (26.06.2010)

10:30 Uhr: Heute ganz entspannter Tagesbeginn, die Etappe nach Bareges ist recht kurz. Wie immer: Knackiger Anstieg zu Beginn. Von zig Krabbelviechkroppzeugs-Biestern gestochen worden. Deshalb weiter mit langen Hosenbeinen, auch wenn`s wirklich warm ist. Weiter durch Wald, daher okay.

13:00 Uhr: Die Mittagspause bringt die Einsicht, ich zitiere aus meinen Notizen:

"Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es an der Zeit fuer ein paae Eingestaendnisse ist:

- Ich bin jeden Tag kaputter und unfitter
- Jeden Tag kommen irgendwelche Schmerzen dazu
- Ich hetze mich ab, um ja im Zeitplan zu bleiben und kann mich kaum auf die umgebung konzentrieren, geschweige denn, sie geniessen
- Ich fuehle mich nicht wohl. Die Tour macht bisher deutlich weniger Spass als im vergangenen Jahr.

Daraus ergeben sich die folgenden Konsequenzen:

- Ich lege morgen in Bareges einen Ruhetag ein
- Monatg (28.06.) nehme ich den Bus nach Bagneres-de-Luchon und verlasse die Hochpyrenaeen, solange es noch moeglich ist. Damit `spare` ich 5 Tagesetappen. Den `gewonnenen` zeitlichen Puffer (3 Tage) werde ich bei Bedarf fuer weitere Pausentage / Zwischenetappen nutzen."
Wegpunkte:

Etappenorte

Luz-St-Sauveur, 720 m (42°52'24.75"N, 0° 0'10.33"W)


Verfasst: 04.07.2010; Überarbeitet: 29.03.2012

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Freitag, 25. Juni 2010

23. Etappe: Gavarnie - Luz-St-Sauveur

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Freitag, 25.06.2010

23. Etappe Gesamt, 4. Etappe 2010

Distanz: 20,9 Km - Aufstieg: 1026 m - Abstieg: 1574 m
Dauer*: 08:45 Std. (07:45 - 16:30 Uhr)
Übernachtung: Camping

*inkl. Pausen


So, dann moechte ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Nicht dass ihr denkt, ich waere den Berg runtergefallen oder so ("Ziege!?").

Wenn ich alle meine Notizen seit dem letzten Eintrag abtippen wuerde, waere a) es draussen dunkel und b) ich pleite, deshalb die jeweilige Kurzfassung:

06:25 Uhr: Sehr schoener Sonnenaufgang im Cirque de Gavarnie. So faengt der Tag wenigstens schoen an. Im weiteren Verlauf: Affenhitze, Anstieg am Berg ohne Schatten durch kniehohe, stachlige Kraeuter-Buesche. Schoen ist wirklich anders. Der Blick zurueck faellt immer wieder auf den Cirque de Gavarnie.
Zwischendurch ausgedehnte Mittagspause am Bach, weiter in praller Sonne.
Irgendwann dann doch den Scheitelpunkt der Etappe erreicht, Abstieg durch Wald (wenigstens das). Nur leider machen die Fuesse zu Schaffen. Der Abstieg durch den Schnee Tage zuvor und das klatschnasse Schuh-Innere haben zu maechtigen Blasen gefuehrt, die ich beim Aufstieg noch nicht so doll gespuert hatte. Dafuer jetzt um so mehr.

15:33 Uhr: Nach bereits 15 Km Marsch noch lange nicht am Ziel. Noch weitere 14 liegen vor mir. Unschaffbar. Daher Neues Ziel: Campingplatz zwischen aktuellem Standort und Luz.

17:00 Uhr: Campingplatz erreicht ("St Bazerque"). Platz geschlossen. Dortige Bevoelkerung zeigt sich einsichtig, dass es doch noch sehr weit ist, zu Fuss nach Luz. Wollte mir ein Taxi rufen lassen - die netten Menschen haben mich aber gleich selbst gefahren (ich betrachte die Etappe als vollstaendig absolviert - wer das anders sieht, kann im naechsten Jahr gerne mitkommen…).
Wegpunkte:

Etappenorte

Camping "St Bazerque", 900 m (42°49'54.43"N, 0° 0'5.42"E)


Verfasst: 04.07.2010; Überarbeitet: 29.03.2012

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Freitag, 2. April 2010

In den Startlöchern

Anders als beim letzten Mal, habe ich mich diesmal nicht zuerst um die Packliste und die benötigte Ausrüstung gekümmert. Schritt eins zur diesjährigen Fortsetzung des GR10: Die Zugtickets sind gebucht! Jedenfalls für die Hinreise. Ich weiß ja noch nicht einmal, von welchem Ort aus ich am 16./17./18.07. die Rückreise antreten werde...

Die bisherige Planung sieht wie folgt aus:

18./19.06.: Köln - Paris Nord - Paris Montparnasse - Dax - Bayonne - St.-Jean-Pied-de-Port
Per Thalys nach Paris, mit der Metro durch Paris, mit dem TGV über Nacht von Paris nach Dax (1. Klasse, 40 €. Top!). Per Zug weiter nach Bayonne, dort 1,5 Stunden Aufenthalt. Von Bayonne ebenfalls 1,5 Stunden bis St.-Jean-Pied-de-Port, aber mit dem Bus.

20.06.: St.-Jean-Pied-de-Port - St.-Martin-d'Arrossa - St.-Etienne-de-Baigorry - St.-Jean-Pied-de-Port
Früh am Morgen mit dem Zug von St.-Jean nach St.-Martin, weiter mit dem Bus nach St.-Etienne (die Strecke kenn' ich schon... in die andere Richtung). Dann endlich: Ein kleiner Schritt für mich, dafür der erste auf dem GR10 in 2010! Die im vergangenen Jahr ausgelassene Etappe wird bei hoffentlich gutem Wetter nachgeholt: Zu Fuß nach St.-Jean-Pied-de-Port! Dort wartet bereits mein Zelt auf mich, dürfte also ein wirklich lockerer Einstieg werden.

21.06.: St.-Jean-Pied-de-Port - Cauterets
Mit dem Zug zum Zielort in 2009. Dort wieder auf den Campingplatz, den ich im letzten Jahr schon besucht habe. Einkaufen und Kräfte sammeln, langsam wird's ernst!

22.06.: Cauterets - Refuge Baysselance
Von Cauterets (900m) auf in die Prärie: Ziel ist eine Hütte hinter der 'Hourquette d'Ossoue' (2734m), einem Übergang am Pic du Vignemale, dem höchsten Gipfel der französischen Pyrenäen (3219m).

23.06.: Refuge Baysselance - Gavarnie
Am Ende dieser Etappe werde ich den GR10 für einen kurzen Abstecher verlassen - muss an dieser Stelle sein. Die Wegführung würde ein Biwak am Ortseingang von Gavarnie vorsehen, um dann am nächsten Tag nordwärts nach Luz-St.-Sauveur weiterzugehen. Ich werde Gavarnie allerdings entern, um Vorräte aufzufüllen, aber vor allem, um mein Zelt dort auf dem Campingplatz aufzubauen, denn:

24.06.: Gavarnie - Cirque de Gavarnie - Brèche de Roland - Gavarnie
An diesem Tag werde ich mich südwärts richten. Den Cirque de Gavarnie soll man schon seit einigen Kilometern vor Gavarnie ständig im Blick haben - und die Brèche de Roland reizt mich. Wenn ihr wissen wollt, was das ist, googelt mal :) Das Zelt wartet inzwischen auf meine Rückkehr.

25.06.: Gavarnie - Luz-Saint-Sauveur
Back on track. Zurück zur Zivilisation.

26.06.: Luz-Saint-Sauveur - Barèges

27.06.: Barèges - Lac de l'Oule
Wieder in der Pampa :)

28.06.: Lac de l'Oule - Vielle-Aure

29.06.: Vielle-Aure - Germ

30.06.: Germ - Lac d'Oo

01.07.: Lac d'Oo - Bagnères-de-Luchon
Das wäre mein Ziel in 2009 gewesen... naja, um 10 Tage verpasst :)

02.07.: Bagnères-de-Luchon - Fos

03.07.: Fos - Etang d'Araing

04.07.: Etang d'Araing - Eylie d'en Haut

05.07.: Eylie d'en Haut - Cabane du Trapech du Milieu

06.07.: Cabane du Trapech du Milieu - Col d'Auédole

07.07.: Col d'Auédole - Aunac / Seix

08.07.: Aunac / Seix - Cabane d'Aula

09.07.: Cabane d'Aula - Rouze d'Ustou

10.07.: Rouze d'Ustou - Aulus-les-Bains

11.07.: Aulus-les-Bains - Mounicou

12.07.: Mounicou - Goulier

13.07.: Goulier - Siguer

14.07.: Siguer - Refuge de Clarans

15.07.: Refuge de Clarans - Refuge de Rulhe

16.07.: Refuge de Rulhe - Mérens-les-Vals
End of Track

17./18.07.: Mérens-les-Vals - Ax-les-Thermes - Paris - Köln
Weiter per Bus / Zug, Heimreise.