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Samstag, 7. Juli 2012

GR10 2012 - 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1… Anreise

-== ZUM INHALT ==-

Samstag, 07.07.2012

GR10 2012 - 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1… Anreise



Übernachtung: Camping



Ach ja, der liebe Countdown… dafür war dann plötzlich die Zeit zu knapp. In aller Kürze:

Zelt abgeholt, wieder hergestellt. Zahnschmerzen, Wurzelbehandlung - bisher alles ruhig. Auf den letzten Drücker den Rucksack gepackt und rechtzeitig den Zug bekommen. Ein Traum :) Es war etwas hektisch aber am Ende war ich doch pünktlich.

Kölner Dom

Der Umstieg in Paris war vollkommen unproblematisch. Lediglich die zwei Stunden Aufenthalt in Austerlitz haben etwas genervt. Die Fahrt ging über Nacht im Liegewagen weiter nach Tarbes.

Tarbes

In Tarbes hätte ich eigentlich nur 30 Minuten auf meinen Anschluss nach Boussens warten müssen. Daraus wurde nichts, weil der Zug 40 Minuten Verspätung hatte. Somit habe ich auch den Anschluss von Boussens nach St. Girons verpasst - der nächste fuhr 5,5 Stunden später. Kaffee gekocht, Musik gehört - Langeweile!

BoussensGepäck in Boussens
Ich in Boussens

Eigentlich wollte ich nach Seix, dorthin gibt es sonntags aber keinen Bus. Das Taxi von St. Girons wäre zu teuer gewesen, auserdem stand keins bereit.

St. Girons

Hatte mich schon auf einen Fussmarsch eingestellt, als neben mir plötzlich ein Auto gehalten hat (das Auto wäre in Deutschland schon vor 10 Jahren zwangsstillgelegt worden). Die freundlichen Insassen haben gefragt, ob ich mitfahren möchte - noch bevor ich den Daumen raushalten konnte. Phänomenal. Sie fuhren zwar nicht nach Seix, aber immerhin bis zum Abzweig davor. Auf dem zweiten Abschnitt habe ich dann meinen Daumen rausgehalten und gleich das erste Auto hat angehalten. Unglaublich. Ganz andere Erfahrungen als im letzten Jahr.

Der Campingplatz in Seix war derselbe wie im letzten Jahr, aber unter neuem Betreiber. Kostete trotzdem die gleichen 10 € und war genau so annehmbar. BIN DA! Morgen geht es los!

Zelt Seix
Wegpunkte:

Bahnhöfe

Köln Hbf, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, Gare du Nord (48°52'53.62"N, 2°21'20.34"E)
Paris, Gare Montparnasse (48°50'26.71"N, 2°19'10.09"E)
Toulouse, Gare Matabiau (, )
Gare de Boussens (43°10'46.58"N, 0°58'20.97"E)


Campingplätze

Camping "Le Haut Salat", Seix, 505 m (42°52'14.74"N, 1°12'24.02"E)


Ortschaften

Köln, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, 33 m (48°51'23.81"N, 2°21'8.00"E)
Toulouse (, )
Boussens (43°10'46.58"N, 0°58'20.97"E)
Saint-Girons (, )
Seix (42°51'48.11"N, 1°12'6.85"E)


Verfasst: 08.07.2012; Überarbeitet: 24.07.2012

-== ZUM INHALT ==-

Sonntag, 14. August 2011

Abreise: Seix - Köln

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Samstag, 13.08.2011

Abreise: Seix - Köln



Übernachtung: Zug



Fin des vacances:

So, liebe Leute, ich bin zurück!

Leider ist mir auf dem weiteren Weg kein internetfähiger PC mehr über den Weg gelaufen. Deshalb an dieser Stelle nur ein kurzes Lebenszeichen, die überwundenen Etappen folgen in Kürze unterhalb dieses Eintrages. Nä, wat wor dat schön!

Aber die Rückreise verlief schon etwas umständlich. Um 9:20 Uhr fuhr der Bus (ein kleiner Zwölfsitzer) ab Seix. Auf seinem Weg nach St. Girons klapperte er dann die am Flüsschen Le Salat gelegenen Dörfer ab.

Bereits auf meiner Bargeldbeschaffungstour per Anhalter von Sentein nach Castillon habe ich von den netten Leuten, die mich mitgenommen haben, erzählt bekommen, dass in St. Girons eben genau an diesem Tag ein großer, regional sehr bekannter Wochenmarkt stattfinden sollte. Das war gut, denn etwas Aufenthalt hatte ich dort, ich hatte mir auch noch keinen Reiseproviant besorgt und an Souvenirs hatte ich auch noch nicht gedacht (die machen den Rucksack schwer, deshalb ist es nicht verkehrt, sie so spät wie möglich zu besorgen).

Gegen 10 Uhr sind wir in St. Girons angekommen. Der Markt war leicht zu finden (immer den Touristen mit den vollen Tüten und Taschen entgegen), und erwartungsgemäß war es brechend voll. Der Marktplatz befindet sich hauptsächlich unter Bäumen, direkt am Salat-Ufer, erstreckt sich aber an einem Ende noch auf einen sehr sonnigen Parkplatz und am anderen Ende in die Gässchen zwischen den Häusern. Dazwischen findet man alles von Musikinstrumenten über Klamotten, Taschen etc. und Ständen mit Oliven, Nüssen, Obst und Gemüse bis zu Käse, Brot und Fleisch. Ein paar regionale Spezialitäten habe ich mitgenommen, dazu wurde an einem anderen Stand frische Pizza gebacken - war ja auch bald Mittag.

Mit der Pizza habe ich es mir in der Nähe der Bushaltestelle am Salat-Ufer in der Sonne gemütlich gemacht. Nur kurz danach musste ich auch schon einsteigen, gegen 11:30 Uhr fuhr der Bus nach Boussens dann ab. Die Fahrt hat eine Stunde gedauert. Dort war nur eine Wartezeit von einer halben Stunde zu überbrücken. Mit dem Zug ging es in einer weiteren Stunde allerdings nur bis Tarbes, wo ich zum dritten Mal umsteigen musste. Allerdings hatte ich dort dann einen ganz schön langen Aufenthalt.

Zu diesem Zeitpunkt war es erst 14:00 Uhr und der TGV nach Paris sollte erst am späten Abend gegen 22:30 Uhr fahren. Die einzige Idee, die ich hatte, war, mich auf die Suche nach einem Internetcafé zu begeben, denn ab 15:30 Uhr sollte der FC mit 5:1 auf Schalke baden gehen. Aber das konnte ich vorher ja noch nicht wissen. Kurz nach der Halbzeit ist mir die Verbindung zum Ligaradio aber dann endlich auch abgeschmiert. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:1, den Rest habe ich dann dem Liveticker entnommen.

Die meiste Zeit habe ich aber am Bahnhof in der Wartehalle verbracht. Mit überfülltem Rucksack auf dem Rücken den ganzen Tag durch die Stadt zu ziehen war nicht mein Ziel. In einem Supermarkt habe ich noch gekühlte Getränke für die Fahrt und eine Flasche Wein für zu Hause mitgenommen, das sollte es dann aber auch gewesen sein. In der Wartezeit habe ich hauptsächlich Musik gehört und gelesen, mich aber später auch immer mehr gewundert, warum mein Zug nicht angezeigt wird. Der netten Herr am Infoschalter konnte mir aber erklären, dass die Abfahrtszeit um eine halbe Stunde nach hinten verlegt wurde. Die Ankunft in Paris sollte sich aber nicht ändern.

Im Zug hatte ich einen Liegeplatz in einem Sechserabteil reserviert. Das Abteil war angenehm klimatisiert und ich konnte - Oropax sei Dank - wunderbar schlafen. Eine halbe Stunde vor Paris bin ich wieder wach geworden - sehr angenehm. Um 07:15 Uhr war ich am Gare d'Austerlitz.

Mit der Metro ging es relativ zügig zum Gare du Nord. Ein Baguette und eine Zeitung habe ich mir noch geholt, dann ging es zum Gleis, wo der Thalys nach Köln schon auf mich gewartet hat. Um 11:15 Uhr war ich wieder zu Hause.
Wegpunkte:

Bahnhöfe

St. Girons (Bus) (42°59'2.51"N, 1° 8'33.74"E)
Boussens (43°10'46.58"N, 0°58'20.97"E)
Tarbes (43°14'24.99"N, 0° 4'9.29"E)
Paris, Gare d'Austerlitz (48°50'28.88"N, 2°21'54.32"E)
Paris, Gare du Nord (48°52'53.62"N, 2°21'20.34"E)
Köln Hbf (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)


Ortschaften

St. Girons (42°58'58.35"N, 1° 8'45.92"E)
Boussens (43°10'46.58"N, 0°58'20.97"E)
Tarbes (43°13'58.62"N, 0° 4'41.10"E)
Paris, 33 m (48°51'23.81"N, 2°21'8.00"E)
Köln, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)


Verfasst: 14.08.2011; Überarbeitet: 31.05.2012

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Montag, 25. Juli 2011

Anreise 2011: Köln - Cauterets

-== ZUM INHALT ==-

Sonntag, 24.07.2011

Anreise 2011: Köln - Cauterets

Distanz: 1380 Km -
Dauer*: 09:32 Std. (18:42 - 09:10 Uhr)
Übernachtung: Camping

*inkl. Pausen


Wetter
So, nun sitze ich also schon wieder im ''Café Paris'' in Cauterets und teile mich mit. Die Anreise verlief unproblematisch und zu meinem Erstaunen Überpünktlich (oder meine Uhr geht nach).
Kölner DomKöln Hbf
Der Zug ist zwar gewohnheitsgemäss mit 2 Minuten Verspätung aus Köln abgefahren, dafür war er 2 Minuten zu früh in Paris. Dadurch habe ich eine Metro früher bekommen und war sogar schon 20 Minuten vor Abfahrt am Gare Montparnasse.
Paris Thalys
Der Zug nach Lourdes war sehr bequem. Ein bisschen habe ich geschlafen, aber auch nicht sehr viel. Plötzlich war es der nächste Morgen und ich stand in Lourdes. Dort hatte ich dann fast 2 Stunden Aufenthalt. Der erste Bus fährt halt erst um 08:15 nach Cauterets.
Seitdem ich - ich glaube mir selbst kaum - HEUTE in Lourdes aus dem Zug gestiegen bin, regnet es an einem Streifen. Mal mehr, mal weniger, aber zwischendurch ausreichend, um meine Hose innerhalb von 5 Minuten komplett zu durchnässen (und halb durchsichtig zu machen).
Rathaus Cauterets
Ich weiss nicht, merkt man, dass ich auf den Touren der letzten 2 Jahre mit Regen nichts am Hut hatte? Gut, 2009 habe ich 1x das Cape gebraucht (kurz vor Ende der Etappe nach Arrens-Marsous). Und nachts hat es mal geregnet. Aber sonst? Nö.
Jedenfalls habe ich wieder was gelernt: Nur weil die Regenjacke wasserdicht ist, hört die Schwerkraft noch lange nicht auf zu wirken. Und irgendwo muss die Plörre ja hin.
Regen Vorzelt
Nebenan gibt es einen Intersport. Ich soll viele Grüsse bestellen.
Jetzt gleich gehe ich eine Pizza essen, ein, zwei Pression trinken und denke danach auch so langsam mal an die Koje. Damit das morgen was wird, sollte ich um 7 Uhr aufgebrochen sein. Ob's stürmt oder schneit.
Wegpunkte:

Bahnhöfe

Köln Hbf (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, Gare du Nord (48°52'53.62"N, 2°21'20.34"E)
Paris, Gare Montparnasse (48°50'26.71"N, 2°19'10.09"E)
Lourdes, Gare (43° 6'1.14"N, 0° 2'31.79"W)
Gare de Cautertes (Bus) (42°53'20.59"N, 0° 6'51.29"W)


Ortschaften

Köln, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, 33 m (48°51'23.81"N, 2°21'8.00"E)
Lourdes (43° 6'1.14"N, 0° 2'31.79"W)
Cauterets (42°53'20.59"N, 0° 6'51.29"W)


Verfasst: 25.07.2011; Überarbeitet: 04.04.2012

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Sonntag, 20. Juni 2010

Anreise 2010: Köln - St-Jean-Pied-de-Port

-== ZUM INHALT ==-

Freitag, 18.06.2010

Anreise 2010: Köln - St-Jean-Pied-de-Port

Distanz: 1347 Km -
Dauer*: 15:46 Std. (17:44 - 09:30 Uhr)
Übernachtung: Zug

*inkl. Pausen


Bin da! Gerade frisch in Saint-Jean-Pied-de-Port angekommen. Und wieder muss ich mich erst mal an dieses dämliche Tastatur-Layout gewöhnen. Geht aber, komme schnell wieder rein.
französische Tastatur
Wenn mal ein Zeichen fehlen sollte: Die Tastatur hakt (besonders das "z") und ich muss mich darauf konzentrieren, die richtigen Buchstaben zu treffen. Da kann ich nicht noch gucken, ob die dann auch auf dem Bildschirm angezeigt werden :)
So, zur Sache: Da ich ja letztes Jahr auf mein Knie gehört und die Etappe Saint-Etienne-de-Baïgorry - Saint-Jean-Pied-de-Port per Zug zurückgelegt habe, ist das dieses Jahr die Eröffnungs-Etappe. Wie ich erfahren habe, war ich auf dieser Zugstrecke im letzten Jahr wohl tatsächlich einer der letzten Passagiere. Die Strecke ist inzwischen stillgelegt, die Oberleitungen sind abmontiert und die ersten Pflänzchen machen es sich im Gleisbett bequem. Wirklich schade.
Zusammenfassung der Anreise:
Nach dem Deutschland-Spiel ging es erst mal auf Bargeld-Organisationstour. Meine EC-Karte musste ich am vergangenen Montag abgeben, kaputt, und hatte noch keinen Ersatz. Der nette Herr Conrad aus der Postbank-Filiale in Ehrenfeld konnte mir aber helfen. Bestellt ihm mal einen Gruss (es gibt hier kein "sz"), wenn ihr vorbeikommt :)
Dann ab zum Bahnhof (danke für's verabschiedet werden). Der Zug hatte ein paar Minuten Verspätung, die er bis Paris gehalten hat. Der Transfer von Paris Nord nach Montparnasse war... kritisch, abenteuerlich und eine einzige Hatz. Bis ich mich erst mal orientiert hatte, waren schon 10 Minuten meiner kostbaren Zeit verronnen. Habe dann ein paar Securities gefragt, wo ich denn lang müsste, weil in 40 Minuten mein Zug ab Montparnasse fahren sollte... Er hatte direkt ein Einsehen (Sinngem.: "Haben Sie ein Ticket für die Metro?" - "Nein." - "Dafür ist jetzt auch keine Zeit mehr. Gehen Sie einfach direkt hinter jemandem mit Ticket durch die Schleuse."), und so wurde ich zum Schwarzfahrer in Paris. 20 Minuten vor Abfahrt Ankunft an der Metrostation Montparnasse. Wer schon mal dort war weiss es - der Weg zu den Zügen ziiiieht und ziiiieht sich... 5 Minuten vor Abfahrt war ich in der Bahnhofshalle. Dann noch das Gleis und den richtigen Wagen finden... kaum war ich eingestiegen: Abfahrt! War das knapp! Dafür ging es dann 1. Klasse auf einem Einzelsitz weiter nach Dax - "Overnight". Ankunft Dax: 5:07 Uhr. Dort 1 Stunde Aufenthalt und weiter nach Bayonne. Dort habe ich mich vorhin erst um das Frühstück gekümmert, bevor ich den Bus nach St Jean gesucht und gefunden habe.
Wetter:
Die Berge stecken in dicken Wolken, die Flüsse führen massenhaft Wasser, es ist kühl, aber nicht kalt. Gestern muss es hier geregnet haben, weil alles nass. Wenn Ihr selbst mal schauen wollt: http://france.meteofrance.com
Versuche gleich noch, den Artikel mit ein paar Fotos anzureichern (der PC hat einen Kartenleser (Edit: DER NICHT FUNKTIONIERT!)). Wir lesen uns!
Der Auswanderer
Wegpunkte:

Bahnhöfe

Köln Hbf (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, Gare du Nord (48°52'53.62"N, 2°21'20.34"E)
Paris, Gare Montparnasse (48°50'26.71"N, 2°19'10.09"E)
Dax, Gare (43°43'14.27"N, 1° 2'53.96"W)
Bayonne, Gare (43°29'48.65"N, 1°28'12.61"W)
St-Jean-Pied-de-Port (43°10'3.82"N, 1°14'15.72"W)


Ortschaften

Köln, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, 33 m (48°51'23.81"N, 2°21'8.00"E)
Dax (43°42'30.99"N, 1° 3'7.00"W)
Bayonne (43°29'34.69"N, 1°28'29.28"W)
St-Jean-Pied-de-Port (43°10'3.82"N, 1°14'15.72"W)


Verfasst: 19.06.2010; Überarbeitet: 04.04.2012

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Samstag, 8. August 2009

Anreise 2009: Köln - Hendaye

-== ZUM INHALT ==-

Freitag, 07.08.2009

Anreise 2009: Köln - Hendaye

Distanz: 1327 Km -
Dauer*: 13:14 Std. (17:46 - 07:00 Uhr)
Übernachtung: Zug

*inkl. Pausen


Köln Hauptbahnhof

Reiseplan:
Thalys: Köln Hbf - Paris Nord
Metro: Paris Nord - Paris Montparnasse
TGV: Paris Montparnasse - Hendaye

Mein Gepäck will noch bis in die Nacht gründlich mehrfach überprüft und neu geordnet werden. Habe ich alles? Was ziehe ich nur an? Gut, dass die Auswahl begrenzt ist. Ich muss, weil kann, mich nur zwischen dem Lang- und dem Kurzarmoberteil entscheiden. Es ist zwar August, aber ich bin in Köln, also werden es das Langarm-Shirt und die Zipp-Off-Hose, noch in der langen Variante. Endlich kann ich mich zu der Überzeugung durchringen, dass ich an meinem Gepäck jetzt sowieso nicht mehr viel ändern kann und begebe mich widerwillig ins Bett. Ich schlafe schlecht. Wenig und unruhig.

Selbstverständlich schaue ich auch heute noch auf der Arbeit vorbei. Warum auch nicht, schließlich ist Freitag und der Zug fährt erst heute Abend. Was jetzt nicht vorbereitet ist, brauche ich hoffentlich auch nicht. Pünktlich um 14:30 Uhr streiche ich aber auch hier die Segel, sammele meine Siebensachen ein und begebe mich mit der Straßenbahn zum Bahnhof.

Kurz hinter dem Zeitplan legt der Thalys um 17:46 Uhr in Richtung Paris ab. Endlich. Die Fahrt verläuft, abgesehen von einem kurzen Aufenthalt wegen eines technischen Defektes, reibungslos. Gegen 19:30 Uhr passieren wir Lüttich, eine halbe Stunde später Brüssel. Ich bemerke Wassertropfen, die vom Gepäckfach über mir herabfallen und werde dezent unruhig. Das Wetter ist leicht zugezogen, vorhin sah es noch etwas nach Regen aus. Aber die Fenster sind doch dicht? Vielleicht die Klimaanlage? Nein. Ich fasse hoch zu meinem Rucksack und fühle zu meiner Bestätigung, dass er tatsächlich die Quelle ist. So ein Mist. Der ganze Rücken ist feucht. Hoffentlich ist nicht alles durchnässt. Das fängt ja gut an. Die Karten! Vorsichtig nehme ich den Rucksack herunter, öffne die vordere Klappe und entdecke auch gleich die Ursache: Die (bei Nichtgebrauch zusammenfaltbare) Wasserflasche hat einen Riss. Zum Glück konnte sie sich noch nicht vollständig entleeren und auch nur mein Notizbuch, ein Oberteil und, wie gesagt, die Rückseite des Rucksacks haben etwas abbekommen. Das trocknet wieder. Eine Kaufempfehlung für die nächsten Touren ist das aber sicher nicht. So stehe ich aber auch gleich vor der nächsten Herausforderung: Wohin mit dem restlichen Wasser? Eine Flasche habe ich noch in Reserve, also beginne ich mit dem Umfüllen. Was auch ganz gut funktioniert. Zumindest schütte ich nichts auf den Sitz, sondern kann das meiste Wasser mit der Ersatzflasche und meiner Hose auffangen. Jetzt erfahre ich zumindest, ob Worte wie „gewachst“ und „schnelltrocknend“ nur markige Werbesprüche dekorieren sollen, oder tatsächlich annähernd der Realität entsprechen.

Nach wie vor hinter der Zeit erreicht der Zug gegen 21:40 Uhr den Gare du Nord in Paris. Auf dem Weg vom Gleis zur Metro entsorge ich die Faltflasche und steige die Treppe hinab in den Tunnel. Da ich noch ein Ticket für die Metro benötige, steuere ich die Automaten an dessen Ende an. Ich gebe zu, dass mich die Navigation durch die fremdsprachigen Auswahlmenüs etwas verunsichert. Der Automat verlangt 1,60 €. Mist, kein Kleingeld. Jetzt wird es interessant. Sieben Jahre Schulfranzösisch, Frankreichurlaube in nahezu jeden Schulferien – du schaffst das! « Excusez-moi ! » Es ist schwierig, überhaupt einen Blickkontakt mit jemandem herzustellen. Endlich lässt sich eine Dame ansprechen: « Pourriez-vous changer 10 € ? » « Non. » Ein weiterer Versuch bei einem Pärchen, ebenfalls mit schweren Rucksäcken beladen: « Non. » Bei einer jungen Familie habe ich dann Glück. Wechseln können sie zwar nicht, drücken mir aber mit einem Lächeln das benötigte Kleingeld in die Hand und wünschen einen schönen Tag. Nette Menschen. Jetzt noch einmal den Automaten besiegen und Daumen drücken, dass auch das richtige Ticket ausgeworfen wird. Ich zahle jedenfalls die bekannten 1,60 € und wende mich der Schleuse zu. Ich werde, von einem fröhlichen „Claque! » begleitet, durch alle Tore hindurch gelassen.

Die Fahrt mit der Metro zum Gare Montparnasse dauert etwa 20 Minuten. Der Fußweg von der Metrostation zum Bahnhof kommt mir so vor, als würde ich Paris noch einmal zu Fuß unterqueren. Habe ich das nicht gerade schon mit der Metro getan? In Köln hätten sie auf diese Distanz mindestens zwei weitere Stationen gebaut. Als wäre das nicht genug, stelle ich, am Gleis angekommen, fest, dass sich mein reservierter Sitzplatz am anderen Ende des Zuges befindet. Und so ein TGV-Doppelzug ist gut und gerne 400 Meter lang!

Paris Metro
Paris SNCF
TGV

Nachdem der Umstieg endlich vollzogen ist, gelingt um 22:55 Uhr pünktlich die Abfahrt. Ich sehe, wie wir die Autos auf der benachbarten Autobahn stehen lassen und lehne mich zurück. Endlich Ruhe. Ich gönne mir an der Bord-Bar einen letzten Luxus: Eine Dose Desperados für 6 €. Egal, ich habe Urlaub. Ab jetzt kann ich es mir bis morgen um kurz vor 07:00 Uhr gemütlich machen, denn es geht ohne weiteren Umstieg bis nach Hendaye.

Hendaye
Hendaye Casino

Originalfassung des Berichts aus dem Notizbuch:
17:46 Abfahrt in Köln, 2 Min verspätet. Frau vor mir schimpft, weil jemand ihr Gepäck in der Ablage verrückt hat. Frau neben mir zickt rum, weil sich die Leute über ihren Koffer beschweren, der mitten im Gang steht. Dort bleibt er auch… Platznachbarin bekommt SMS: "Hex hex, PLING, PLÄNG"… Oh je…
18:32 technischer Defekt am Thalys, stehen erstmal.
18:36 Zug fährt ab Aachen
18:45 kurzer Stopp auf offener Strecke
19:40 sonnig nach zuvor Regen. Schon länger an Lüttich vorbei
20:03 Ankunft Brüssel. Koppeln an anderen Zug an. Jetzt bitte Vollgas! Nachbarin hat den Platz gewechselt. Glaube sie hat mitgelesen. Egal, endlich PLATZ!!
20:10 Damn! Liebe Anja, tut mir leid, aber die tolle Faltflasche hat den Geist aufgegeben. Der Verschluss tut nicht mehr, wofür er diesen Namen trägt. Zum Glück liegt der Rucksack bis Paris auf dem Rücken, wo das Wasser sowieso schon eingezogen ist. Dann verteilt es sich wenigstens nicht weiter. Das Heft hat ein bisschen was abbekommen, dafür aber die Karten (!) und Klamotten nicht. Nur der Rückenteil ist jetzt natürlich klatschnass, von aussen wie von innen.
20:41 Nettes Mädel von schräg gegenüber fragt mich, ob ich kurz auf ihren Laptop aufpassen könne. Klar kann ich. So, hab ich gut gemacht, hat keiner geklaut :)
20:54 Beim Versuch, die Reste aus der Faltflasche umzufüllen habe ich mir beim absetzen alles über die Hose gekippt. Naja, mal sehen, was genau 'schnelltrocknend' heisst und was es bringt, eine gewachste Hose zu tragen.
21:10 Parkende Autos auf der Autobahn. Umsteigen in Paris hat super geklappt. Habe die Metro ohne Probleme finden können, nur bin ich mit dem Ticketautomaten nicht wirklich zurechtgekommen. Egal, 1,60 € bezahlt, überall durchgelassen worden und den Zug in Montparnasse rechtzeitig erwischt. Abfahrt planmässig. Zug: Ewig lang, ich musste nach ganz hinten. Letzter Luxus: 1 Dose 0.5 Desperados für 6 (!!!) €. Von Schlaf kann aber keine Rede sein.
07:00 Ankunft Hendaye. Gerade erst hell geworden, hier schläft noch alles. Eine Boulangerie hat geöffnet. Wetter diesig, zugezogen. Auf zum Casino am Strand, dem offiziellen Start des GR10!
Wegpunkte:

Bahnhöfe

Köln Hbf (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Paris, Gare du Nord (48°52'53.62"N, 2°21'20.34"E)
Paris, Gare Montparnasse (48°50'26.71"N, 2°19'10.09"E)
Hendaye, Gare (43°21'11.73"N, 1°46'56.09"W)


Ortschaften

Köln, 55 m (50°56'33.26"N, 6°57'32.31"E)
Aachen (50°46'23.94"N, 6° 6'7.60"E)
Lüttich (50°37'57.21"N, 5°34'46.80"E)
Brüssel (50°51'1.22"N, 4°21'6.16"E)
Paris, 33 m (48°51'23.81"N, 2°21'8.00"E)
Bayonne (43°29'34.69"N, 1°28'29.28"W)
Hendaye, 4 m (43°22'23.86"N, 1°46'26.52"W)


Verfasst: 07.08.2009; Überarbeitet: 13.04.2012

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Samstag, 1. August 2009

Noch 6 Tage...

... und der FC spielt heute ab 15:30 im DFB-Pokal in Emden. Und wer ist dabei? Jahaa...

BILD: Herr Waalkes, sind Sie Samstag auch im Stadion, um Lukas Podolski zu sehen?

Otto: „Ich dachte, Poldi kommt ins Stadion, um mich zu sehen.“

www.bild.de

In 6,5 Stunden ist Abfahrt ab Weiden West. Alles andere als ein Kantersieg wäre schade. Obwohl mir die Emdener echt total sympathisch sind. Würde am liebsten mit jedem von denen ein Bierchen trinken... aber dann verpasse ich wohl das Spiel. Schaut euch mal in deren Forum um - lustiges Völkchen :D


Schal DFB-Pokal 1. Runde

shop.bsv-kickers-emden.de